Was ist eine Tabelliermaschine?

Tabelliermaschinen tauchten erstmals in den USA auf und waren ein wertvolles Instrument, um eine genaue Zählung der nationalen Volkszählung zu ermöglichen. Die Tabelliermaschine wurde von Herman Hollerith entwickelt, um bei der Bestellung und Verarbeitung von Daten im Zusammenhang mit der Volkszählung von 1890 behilflich zu sein. Der Zweck der Tabellierungsmaschine bestand darin, den Prozess der Assimilation von Volkszählungsdaten in eine nutzbare Form zu beschleunigen, die den Bedürfnissen eines Landes gerecht wird, dessen Bevölkerung von einem Jahrzehnt zum nächsten erheblich wächst.

Der Bedarf an einer verbesserten Methode zur Datenverarbeitung in Bezug auf die Bevölkerung des Landes erreichte nach der Volkszählung von 1880 einen Höhepunkt. Über sieben Jahre waren erforderlich, um die gesammelten Informationen zu organisieren und einen relativ zuverlässigen Bericht über den Stand der Bevölkerung des Landes zu erstellen. Schätzungen zur Bevölkerungszunahme zwischen 1880 und 1890 zufolge würde es ungefähr doppelt so lange dauern, bis die Ergebnisse der nächsten Volkszählung vorliegen.

Um diesem Bedürfnis nach schnelleren Tabellierungen gerecht zu werden, entwickelte Hollerith eine Lochkartentechnologie, die eine schnelle und einfache Codierung von Wohnsitz, Alter, Geschlecht und anderen als wichtig erachteten Informationen ermöglichte. Die in die Karten gestanzten Lochreihen repräsentierten die gesammelten Daten. Um die Daten für jede Komponente zu sortieren und zu zählen, wurden die Karten in die Tabelliermaschine eingespeist.

Die Tabelliermaschine liest die Daten basierend auf der Konfiguration der Locher effektiv aus. Die Karten liefen über eine Reihe von mit Quecksilber gefüllten Pools. Jeder Pool entsprach einem Loch in der Lochkarte. Drähte wurden in die Karten gedrückt und bis zum Quecksilber geführt. Dies vervollständigte eine Verbindung von elektrischem Strom, was wiederum einen Zähler für jedes Datenbit vorrücken würde.

Wenn der Vorgang abgeschlossen war, läutete eine Glocke und eine weitere Karte konnte eingelegt werden. Die Sachbearbeiter gruppierten die Karten anhand der auf der Karte enthaltenen Informationen und stellten einen permanenten Dokumentationssatz für die Volkszählung bereit. Mit Hilfe der neuen Tabelliermaschine wurde die Volkszählung von 1890 abgeschlossen und innerhalb von achtzehn Monaten auf ihre Richtigkeit überprüft.

Die Innovation von Hollerith hat sich auch bei anderen Rechnungslegungsverfahren als hilfreich erwiesen. 1896 gründete Hollerith die Tabulating Machine Company. Innerhalb von zwanzig Jahren fusionierte dieses Unternehmen mit drei anderen zur Computing Tabulating Recording Corporation. Mit dem Wachstum und der Diversifizierung der Organisation kam es 1924 zu einer weiteren Namensänderung, als das Unternehmen unter dem Namen IBM bekannt wurde.

Die grundlegende Lochkarte, die für die Verwendung mit der ursprünglichen Tabelliermaschine entwickelt wurde, wurde bis weit in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein verwendet. Die Lochkartentechnologie war weiterhin eine treibende Kraft, bis sie in den frühen 1980er Jahren auslief und durch neue computerbezogene technologische Fortschritte ersetzt wurde.

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